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Umgang mit der Notbetreuung in den Kindertagesstätten

30.04.2020

Liebe Eltern,

die Landesregierung hat am 13.03.2020 beschlossen, Kindertagesstätten und Schulen zu schließen. Ziel war es, die Infektionsketten zu unterbrechen, um eine Erkrankungswelle zu verhindern.

Nun wurde entschieden, dass wirtschaftliche Leben in den nächsten Tagen langsam wieder hochzufahren und die Notbetreuungen in Sachsen- Anhalt auszuweiten. So werden Eltern, die in einem systemrelevanten Beruf tätig sind, entlastet. Neu ist, dass nur noch ein Elternteil im systemrelevanten Beruf tätig sein muss, um eine Notbetreuung beantragen zu können.

Jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass es sich nach wie vor um eine Notbetreuung handelt. Aus Gründen des Infektionsschutzgesetzes umfasst die Notbetreuung nur einen begrenzten Personenkreis. Vor diesem Hintergrund müssen die Eltern eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorlegen sowie bestätigen, dass eine familiäre oder anderweitige Betreuung nicht möglich ist.

Der Erlass vom 27.04.2020 regelt, wie eine Notbetreuung in den Kindertagesstätten abzulaufen hat. So dürfen sich maximal 12 Kindergartenkinder bzw. 6 Krippenkinder in einer Gruppe mit dem Fachpersonal aufhalten. Die Gruppen sind voneinander zu trennen. Das Personal darf die Gruppen nicht wechseln. Die Außenspielfläche ist in gruppenspezifische Areale zu teilen oder ist von den Gruppen zeitlich gestaffelt zu nutzen. Die Hygienevorschriften sowie die Abstandsregelungen zwischen Mitarbeitenden und Eltern sind einzuhalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Erzieher den Abstand zu ihren Kindern nicht einhalten können, da sonst eine Betreuung nicht zu gewährleisten ist.

Umso wichtiger ist es, dass Sie, als Eltern, mitwirken und sich selber auch an die Hygienevorschriften halten, um die Kinder und die Mitarbeitenden in unseren Einrichtungen zu schützen. Bitte tragen Sie aus diesem Grund in den Übergabesituationen ab dem 04.05.2020 einen Behelfs-Mund-Nasen-Schutz.

Weiterhin ist uns wichtig, dass Sie keine kranken Kinder in die Einrichtungen schicken. Diese Betreuung werden wir ablehnen. Sollte es sich um Allergien oder chronische Erkrankungen handeln, legen Sie bitte ein ärztliches Attest vor.

Weiterhin möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass es im Einzelfall dazu kommen kann, dass die räumlichen und personellen Ressourcen nicht ausreichen, um für alle berechtigten Kinder die Teilnahme an der Notbetreuung zu ermöglichen.

Laut Erlass sind wir angehalten zu prüfen, ob die Betreuung in einer benachbarten Einrichtung möglich ist - Ihr Einverständnis vorausgesetzt. Sollte es zu keiner Lösung kommen, kann die Notbetreuung abgelehnt werden.

Weiterhin möchten wir Sie bitten, Ihre Betreuungszeiten zu überdenken. Einige befinden sich unter Umständen in Kurzarbeit, im Home-office etc. und haben die Möglichkeit, die Kinder vormittags oder nachmittags selber zu betreuen. Informieren Sie die Mitarbeitenden in den Einrichtungen bitte wochenweise darüber, an welchen Tagen und Zeiten Sie die Notbetreuung benötigen. Nur so kann der Personaleinsatz und die Betreuungskapazitäten optimal ausgeschöpft werden.

Helfen Sie mit und zeigen sich solidarisch mit den Mitarbeitenden und den anderen anspruchsberechtigten Eltern.

Nochmals die abschließende Bitte: Prüfen Sie genau, ob und an welchen Tagen Sie eine Notbetreuung benötigen. Trotz Vorsichts- und Hygienemaßnahmen wächst durch die Gruppenbildung in den Kindertagesstätten und Horten das Risiko der Krankheitsübertragung von Kind zu Kind und somit auch für Ihre Familie.  

Seien Sie behütet und bleiben Sie gesund!

K.Germer
Bereichsleitung